"Der Themenkomplex „Familienunternehmen“ hat mir im Laufe des Studiums besonders zugesagt. Hier ist beispielsweise die Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Themen und psychologischen Erkenntnissen besonders spannend."

Management-Studentin Johana Stibi berichtet, warum sie die Vielfältigkeit ihres Wirtschaftsstudiums so begeistert und warum „Familienunternehmen“ zu ihrem Herzensthema wurden.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, im Bereich Wirtschaft zu studieren?

Mich fasziniert die breite und generalistische Ausbildung, die man hier durch ein Wirtschaftsstudium erlangt. Gerade den Schnittstellen zu anderen Disziplinen, z. B. zur Psychologie und zum Recht, kann ich durch das Erlernen notwendiger Grundlagen nachgehen. Das Wirtschaftsstudium eröffnet die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Branchen, Industrien und Nationen der Welt. Es bezieht aber auch gesamtgesellschaftliche Fragestellungen mit ein, auf die nach Beendigung des Studiums, mit fundiertem Wissen und ausgeprägter sozialer Kompetenz, besser geantwortet werden kann. Ein gutes Beispiel dafür ist z. B. die Umgestaltung unserer Wirtschaftsordnung zur Nachhaltigkeit, wir haben eben keine zweite Erde im Schrank.

Was sind Ihre Herzensthemen innerhalb ihres Management-Studiums?

Der Themenkomplex „Familienunternehmen“ hat mir im Laufe des Studiums besonders zugesagt. Hier ist beispielsweise die Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Themen und psychologischen Erkenntnissen besonders spannend. Dies gilt für die Forschung, aber auch für die Anwendbarkeit in der Praxis. Da ich durch die familiäre Prägung ein großes Interesse an Rechnungslegung, steuergesetzlichen und generell rechtlichen Fragestellungen habe, versuche ich diesen Themen sowohl praktisch als auch theoretisch nachzugehen. Das klingt für viele vielleicht trocken, aber hier gibt es auch viele Schnittstellen zu großen ökonomischen und ökologischen Themen.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Uni Witten/Herdecke entschieden?

Besonders wichtig ist für mich bei der Wahl des Studiengangs zum einen das Erlernen von Theorie und die Anwendung in der Praxis. Zum anderen die zusätzlichen Wahlmöglichkeiten und das Vertiefen individueller Interessen sowie die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Durch diverse Möglichkeiten, sich in studentischen Initiativen zu engagieren, in der Hochschulpolitik aktiv zu werden oder neben dem Studium eine Werkstudententätigkeit aufzunehmen, wird die für mich optimale Ausgangslage geschaffen, nicht nur die fachliche Intelligenz, sondern auch die emotionale Intelligenz weiterzuentwickeln. Ich hatte an der Uni z. B. einen Job, der mich so richtig ins kalte Wasser geworfen hat, aus dem ich am Ende aber wahnsinnig viel mitgenommen habe. Was unsere Uni ausmacht, ist für mich das Lernen in kleinen Gruppen und der damit verbundene enge Austausch mit Dozierenden, aber auch zu Praxispartnern und Unternehmen und das schlägt für mich jede Studiensituation an den anderen namenhaften und großen Universitäten.

Was macht einen typischen UW/H-Studierenden aus? Wer könnte sich für ein Studium im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft an der UW/H interessieren?

So unterschiedlich die Wittener Studierenden auch sind, so haben sie definitiv einige Eigenschaften gemein. Für mich sind das zum Beispiel die Fähigkeiten, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen sowie Verständnis und Toleranz zu entwickeln. Neben einer damit einhergehenden Aufgeschlossenheit für vielfältige Themen und Zusammenhänge, hat der typische UW/H Studierende auch ein ausgeprägtes Beteiligungs- und Mitbestimmungsbedürfnis. Im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft sollte man sich eben nicht mit „vorgekauter“ Theorie zufriedenstellen, sondern die Inhalte ständig hinterfragen und ökonomische und soziale Themen weiterdenken wollen. Ein weiteres Stichwort ist das eigene Reflexionsvermögen, welches man, wenn es noch nicht ausgeprägt ist, hier definitiv ausbildet.

Welchen Beruf möchten Sie später ausüben? Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie an ihre berufliche Zukunft denken?

Vermutlich würde ich auch den „Wittener Geist“ in meinem beruflichen Umfeld so lange suchen, bis ich annäherungsweise das gefunden habe, was in meiner Zeit an der UW/H schon wichtig war. Eine strukturierte Arbeitsweise, ein offenes, diverses und kollegiales Umfeld mit ausgeprägter Fehler- und Diskussionskultur sind für mich notwendig, um meiner Tätigkeit verlässlich und mit Freude nachzugehen. Als Wittener Absolventin möchte ich wirtschaftliche Aspekte und Fragestellungen nicht nur isoliert betrachten, sondern die Verbindung mit gesellschaftlichen Themen schaffen. Letztlich geht es dabei immer um eine wertorientierte Fortentwicklung der Wirtschaft in ihrem Dienst für die Gesellschaft. Sicher große Ziele, aber man muss halt anfangen…

Ihr interessiert euch für ein Management-Studium an der Uni Witten/Herdecke?

Dann kontaktiert die Fakultät, besucht (digitale) Infoevents und informiert euch auf der Website der UW/H.

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