Wie hat das eigentlich meine Oma gemacht?

DIY-Kosmetika & Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll

Plastikmüll ist eines der größten Umweltprobleme der Gegenwart: Laut Greenpeace werden 311 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, Tendenz steigend. Allein in Deutschland landen 220 Kilogramm Verpackungsmüll in der Tonne. Davon gelangt ein immenser Teil in die Weltmeere. Mindestens 150 Millionen Tonnen werden im Meer vermutet. In den Ozeanen zirkuliert der Abfall in riesigen Müllstrudeln. Der größte von ihnen, der „Great Pacific Garbage Patch“, hat die Fläche von Mitteleuropa. Plastik zu reduzieren ist also nicht die schlechteste Idee und gehört mittlerweile zum gesellschaftlichen Konsens. Richtig konsequent lebt das die sogenannte „Zero-Waste-Bewegung“, die sich die absolute Müllvermeidung auf die Fahne geschrieben hat.

Auch ich, Diana, studentische Hilfskraft an der Universität Witten/Herdecke und Newbie in Sachen Plastikvermeidung, fange an, ein Bewusstsein für Müll zu entwickeln: Was ist Plastik überhaupt? Wo endet Müll? Warum verpacken so viele Lebensmittelhersteller ihre Produkte doppelt und dreifach? Und wie kann man zu viel Müll vermeiden? Die Basics, um Plastik zu reduzieren, habe ich bereits in meinen Alltag integriert: So transportiere ich den lebenswichtigen, morgendlichen Kaffee in einem Mehrwegbecher statt in einem Pappbecher und verwende beim Einkauf im Supermarkt Stoffbeutel. Einweggeschirr und Plastikstrohhalme habe ich komplett aus meinem Leben verbannt und mein Trinkwasser kommt aus dem Hahn statt aus der Plastikflasche. Doch irgendwie reicht mir das nicht. Ich will mehr!

Der Besuch eines Zero-Waste-Workshops

Also habe ich an einem Zero-Waste-Workshop teilgenommen, um mir Tipps zu holen, wie ich meinen privaten Müll weiter reduzieren kann. Der Workshop wurde von der „Füllbar“ ausgerichtet, einem Unverpackt-Laden in Witten. Die Füllbar entstand aus einer studentischen Initiative der Uni Witten/Herdecke und wurde 2017 eröffnet. Seitdem kann dort verpackungsfrei eingekauft werden. Da solche Läden generell auf Verpackungen verzichten, bringt man die Verpackungen in Form von Gläsern, Flaschen, Tupperdosen oder Baumwollbeuteln einfach selber mit. Für den Spontaneinkauf stehen außerdem immer einige Behälter im Laden bereit.

Eine Möglichkeit von vielen: DIY-Kosmetika

Neben grundlegenden Infos rund um das Thema Plastik hat Workshop-Leiterin Joana mir und sechs weiteren Teilnehmenden beigebracht, wie wir Kosmetika wie Zahnpasta oder Deo herstellen können. Die dafür verwendeten Rezepte stammen aus dem Buch „Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“.

Für eine Do-it-yourself Zahnpasta braucht man:

  • 5 TL Kreidepulver oder ultrafeine Heilerde,
  • 1 TL Birkenzucker (Xylit),
  • 2 ½ TL destilliertes Wasser,
  • 1 TL Tinktur und ½ TL Natron.

Die Zutaten haben wir in eine Schale gegeben und mit einem Löffel verrührt. Es entstand eine cremige Paste, die wir in ein kleines, verschließbares Gefäß gefüllt haben.

Die Herstellung geht schnell und ist wirklich einfach. Allerdings sind die Zutaten nicht in jedem Supermarkt zu finden und die Zahnpasta sieht, naja, etwas gewöhnungsbedürftig aus. Dafür weiß man aber genau, was drin ist und man spart sich die Plastikverpackung.

„Reduce, reuse, recycle & rethink…“

…ist der grundlegende Leitsatz, wenn ihr mit eurem Müllverbrauch bewusster umgehen wollt: reduzieren, wiederverwenden, recyclen und überdenken. Joana vom Füllbar-Team hat dies nochmal zusammengefasst.

Über die Autorin

Diana Meier war als studentische Hilfskraft im Bereich Kommunikation & Marketing für die UW/H tätig uns ist heute Redakteurin und Content-Managerin bei einer Full-Service-Agentur in Essen.

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