„Primär verstehe ich mein Studium nicht als Berufsausbildung und Karrierechance, sondern als eine Möglichkeit, an meiner Persönlichkeit zu arbeiten und meinen Intellekt zu schärfen.“

PPÖ-Student Gabriel Biering erzählt im Interview, warum Politik, Philosophie und Ökonomik Hand in Hand gehen und warum er komplexe Zusammenhänge aus verschiedenen Blickrichtungen beobachten und reflektieren möchte.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, PPÖ zu studieren?

Ich hatte anfangs schwere Probleme, einen passenden Studiengang zu finden. Als ich dann von PPÖ - Philosophie, Politik und Ökonomik in Witten erfahren habe, war mir klar, dass mir die Interdisziplinarität des Studienganges dabei helfen würde, einen Überblick über mehrere Fächer zu bekommen, ohne mich im Vorhinein auf eins festzulegen. Im Laufe des Studiengangs habe ich gelernt, wie tief verstrickt die Fächer ineinander sind und wie Politik, Philosophie und Ökonomik Hand in Hand gehen. Mittlerweile fällt es mir schwer, das Eine ohne das Andere zu denken. Das ermöglicht mir, komplexe Zusammenhänge aus verschiedenen Blickrichtungen zu beobachten und sie zu reflektieren.

Warum an der Uni Witten/Herdecke?

Ich bin der Meinung, dass PPÖ an der Universität Witten/Herdecke nicht nur die reine Vermittlung von Studieninhalten darstellt, sondern auch Raum zum Nachdenken und Reflektieren der Inhalte bietet. Die Persönlichkeitsentwicklung während des Studiums ist in meinen Augen beinahe genauso wichtig wie die Studieninhalte selbst und dafür bietet die Universität jedem den nötigen Rahmen. Sei es in studentischen Initiativen, in der Hochschulpolitik oder im Studium fundamentale.

Was sind Ihre Herzensthemen innerhalb von PPÖ?

Mein Herzensthema ist vor allem das „P“, das für Philosophie steht. Ich habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht und bin davon ausgegangen, meinen Schwerpunkt auf Ökonomik zu legen. Seit dem ersten Semester bin ich aber begeisterter Besucher von Philosophieseminaren. Andere Herzensthemen sind: Geschichtsphilosophie, Erinnerungspolitik und Postcolonial Studies.

Was macht einen typischen UW/H-Studierenden aus? Wer sollte sich in Witten für ein Studium im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft bewerben?

Es ist unheimlich schwer, die Diversität der Studierenden auf einen Stereotypen herunter zu brechen. Wenn es aber um häufige Eigenschaften von Studierenden aus Witten geht, konnte ich beobachten, dass die Meisten die Fähigkeit besitzen, über den Tellerrand zu blicken und offen für Diskussionen und Auseinandersetzungen sind. Gerade das macht den Diskurs sowohl innerhalb als auch außerhalb der Seminare so vielseitig, spannend und ergiebig. Wittener Studierende freuen sich über kontinuierliche Irritation in ihrem Denken, um ihren Horizont stetig erweitern zu können.

Welchen Beruf möchten Sie später ausüben? Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie an ihre berufliche Zukunft denken?

Durch die Digitalisierung ist der Arbeitsmarkt von morgen ein anderer als er heute noch ist, was es nur schwieriger macht, sich feste Vorstellungen von zukünftigen Berufen zu machen. Aber gerade das kommt den PPÖ-Studierenden zum Vorteil, da sie sich in ihrem Studium mit komplexen Zusammenhängen und aktuellen Fragestellungen befassen. Das befähigt sie, sich schnell zu adaptieren, zu lernen und somit gewappnet für die Berufswelt von morgen zu sein. Primär verstehe ich mein Studium nicht als Berufsausbildung und Karrierechance, sondern als eine Möglichkeit, an meiner Persönlichkeit zu arbeiten und meinen Intellekt zu schärfen. Auf diesem Weg kristallisieren sich am besten Interessen und Fähigkeiten heraus, die den Nebel um das Bild des Traumberufes lichten.

Ihr interessiert euch für Philosophie, Politik und Ökonomik an der Uni Witten/Herdecke?

Dann kontaktiert die Fakultät, besucht (digitale) Infoevents und informiert euch auf der Website der UW/H.

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